Rock`n Roll!

Nach langem schweigen auf meinem Blog, hier wieder ganz neu und frisch und sehr rockig!
Am 11 Mai habe ich eine sehr, na wie soll ich sagen, sehr Emotionale und eine sehr Authentische, sehr “Echte” Hochzeit fotografieren dürfen. In Winsen Aller auf dem Museumshof. 
Jetzt werden einige von euch sagen: ” Na, jede Hochzeit ist doch Emotional!” Ja, das schon, aber diese war irgend wie besonders. Man hat dem Brautpaar die Leidenschaft in den Augen gesehen. Es war alles so locker und ungezwungen. Man wurde von dieser Stimmung regelrecht angesteckt. Man kann es schlecht mit den Worten beschreiben, man hätte es erleben müssen. Ich hoffe nun sehr, das meine Bilder es wenigstens zu einem kleinem Teil wiedergeben können.
Die Gäste waren zum Teil auch sehr besonders und Lustig;-) Es Rockte eben!
Es hat einen Riesen Spaß gemacht und ich habe bis jetzt noch nie so viele  Bilder innerhalb von 2 Stunden gemacht. Einen Großen Dank an das Brautpaar! Ihr wart große Klasse!

 

so wie das Jahr endete, so fängt das Neue an!

ich freue mich immer sehr, glückliche Familien einzufangen! Und unter diesem Motto vergeht auch der Januar. Große Familien, kleine Familien, blonde Familien, braune Familien, bunte… schlichte…. aber alles Glückliche! Das macht einfach Spaß!

und so endete das Jahr…

und wie es so ist, darf man am ende des Jahres als Fotograf unendlich viele Familienbilder machen. Für Oma, Opa, Tante, Onkel, Schwester, Bruder, Freunde und für sich selber natürlich nicht zu vergessen ;-)

Frohe Weihnachten meine Lieben und ein erfolgreiches neues Jahr! Ich hoffe, wir sehen uns in 2012 wieder!

S nowim Godom!

Eine Märchenhochzeit in der Lüneburger Heide

Und wieder durfte ich dieses Jahr etwas neues machen… Na ja, nicht ganz so neu, aber meine letzte Hochzeit liegt tatsächlich schon einige Jahre her.

Eine Kollegin rif mich morgens am 5 November an. Ihr geht’s nicht gut, sie ist krank, ob ich nicht spontan eine Hochzeit übernehmen könnte. Ich??? Oh je, oh je… Ob das was wird? Anderseits kann man die Kollegin und genau so wenig das Brautpaar hängen lassen. Also, machte ich mich auf nach Müden zum Standesamt. Es stellte sich heraus, das das Brautpaar aus meinem Heimatland kommt: ehemalige Sowjetunion. Was hab ich mich gefreut! Nicht, das die Sprache ein Problem wäre, aber irgend wie hat es die Situation doch enorm entspannt. Die einzigen Probleme, mit denen ich noch zu kämpfen hatte, waren nur noch die Lichtverhältnisse. Die letzten Aufnahmen fanden fast im komplett Dunklem statt. Was mich noch mehr von überzeugte, das ich dringend eine neue Kamera brauche ;-)

Und… das ich vielleicht doch in der näheren Zukunft auch Hochzeitsfotografie mit anbieten werde. Hat schon Spaß gemacht! Und das Brautpaar ist auch sehr zufrieden. Was will man mehr!

Vogelnest….

Als Fotografin ist man immer auf der Suche nach neuen Motiven. Manchmal macht man das auch im Internet. Ich rede jetzt nicht vom Ideenklau, sondern einfach nur schauen, was die anderen Fotografen so machen.
Eine Sache ist mir extrem aufgefallen, was früher in der Form so nicht da war: Neugeborenenfotografie, wohin das Auge nur schaut! Nicht einfach ein nettes Bildchen,nein! Inszenierte Aufnahmen, mit viel Liebe zum Detail. Mit süßen Mützchen und Kopfbändern, mit wenig Tiefenschärfe, meist mit vorhandenem Licht (so sah es zumindest aus), in niedlicher Schlafposition.. also wirklich was Anderes!

Ich wollte es auch probieren. Es sah so einfach aus, so ein schlafendes Baby…

Und da habe ich mir überlegt, ich versuch das auch. Ich möchte ein Nest bauen, ein Vogelnest. Und da soll das schlafende Kind rein. Gesagt, getan. Ich suchte mir frischgebackene Eltern, die bereit waren ihren Säugling fotografieren zu lassen.

So einfach, wie ich es mir vorgestellt habe, war es gar nicht. Erst mal das Kindlein zum schlafen zu bringen, das DAUERT! Dann so hinzulegen, wie man es möchte, ist auch nicht die einfachste Übung. Ich war langsam am verzweifeln und wollte die arme Mutter mit ihrem  kleinen Spatz wieder in Ruhe lassen und das Projekt erfolglos beenden. Und siehe da: es schlief! Ich baute mein Nest fertig und wir legten gaaannzzzz vorsichtig das kleine Geschöpf hinein. Er schlief wie in Abrahams Schoß!

Ich konnte nicht genug kriegen! Ich musste immer wieder abdrücken! Und wir haben es sogar geschafft, noch ein paar andere Motive zu inszenieren.
Ergebnis: siehe da. Natürlich, habe ich ein paar Bilder, die ich so von den anderen Fotografen gesehen habe, auch versucht umzusetzen. Seid mir nicht böse an dieser Stelle.

Ein Fazit gibt es zu dieser Geschichte auch: Neugeborene zu fotografieren ist ne Kunst für sich und braucht viel Zeit und Geduld an beiden Fronten: Eltern und Fotograf.

2 bis 3 Stunden sind da nix. Daher ein großer Dank an die Eltern von meinem kleinen Model! Ihr habt es toll gemacht!

Gedankenaustausch

 Analoge Fotografie : die Schwarz-Weiße Welt

Hallo liebe Freunde der „Analogen Kunst“ der Fotografie!

Es gibt leider nicht mehr viele von euch, aber diejenigen, die es immer noch machen, haben meinen vollen Respekt und große Achtung! Ihr sorgt dafür, dass dieses Handwerk nicht verloren geht und sich eine eigene Nische entwickelt, die ich „Analoge Kunst” nenne.

Erst mal ein paar Worte zu meiner Person:

Ich heiße Elena, bin keine 20 Jahre mehr alt, habe eine Familie und eine Leidenschaft: Fotografie. Ich versuche damit auch die eine oder andere Mark (Verzeihung: Euro) mit zu verdienen, es ist aber nur ein nützlicher Nebeneffekt.

Meine erste Erfahrung mit der Fotografie, habe ich als kleines Mädchen, in der Küche meiner Eltern gemacht. Mein Vater und meine Mutter saßen am Küchentisch, die Fenster wurden mit Wolldecken zugehängt und es brannte eine rote Birne unter der Decke. Diese Welt hat mich gefangen! Es sind nur einzelne Bilder, die im Kopf aufblitzen, wenn ich an meine Kindheit in Kasachstan denke – aber diese Bilder haben mich wohl am stärksten geprägt.

Später, als wir schon in Deutschland lebten,  und die Bilder langsam verblassten, hatte ich mein nächstes Schlüsselerlebnis. Ich machte ein Praktikum bei einem Fotografen der alten Schule. In seiner Dunkelkammer hing ebenfalls eine rote Birne und es roch nach dem Fixierbad. Zum „Inventar“ dieses Labörchens gehörte eine alte Laborantin, die längst im Rentenalter war. Ich saugte Wissen auf wie ein Schwamm!!! Sie erklärte mit viel Geduld und Liebe, was ich zu tun habe: wie man die Planfilme ordentlich entwickelt, wie man sie anschließend mit weichen Bleistiftmienen retuschiert, und wie man sie mit einem alten „Kontaktgerät“ zum „Positiv“ erwachen lässt.

Weitere zwei Jahre später, hatte ich einen riesen Glück, und durfte meine Ausbildung zur Fotolaborantin im „Fotolabor Jochen Rohner“ in Aachen absolvieren. Alles, was ich kann, habe ich da gelernt! Vielen Dank an dieser Stelle, Jochen!
Schwarzweiß Welt wurde zur meiner Welt. Ich war bereit, dort meine freie Zeit zu verbringen. Während meiner zweiten Ausbildung zur Fotografin, an der Uniklinikum Aachen, arbeitete ich auch fast die ganze freie Zeit beim „Rohner“. Riesengroße Barytabzüge für Hors Hamann (New York Vertikal), hatten ihre Geburtsstation in der Bachstraße 22. Ich bin sehr stolz darauf, dabei mitgewirkt zu haben!

Auch mein Meisterstück konnte ich nicht „digital“ machen: komplett mit Sinar auf Planfilm und Rollfilm aufgenommen, Abzüge selbstverständlich auf Barytpapier abgezogen – das ist das „wahre“ Handwerk, zumindest in meinen Augen.

Seit dieser Zeit, sind wieder 6 Jahre vergangen. „Fotolabor Rohner“ gibt’s nicht mehr in Aachen, es ist in die Hauptstadt gezogen, wo mehr Bedarf an der „Analogen Kunst“ herrscht. www.jochen-rohner.de

Ich selbst wohne auch mittlerweile nicht mehr in Aachen… aber der Traum ist geblieben: eine eigene Ecke zum Arbeiten haben und „schwarzweiß“ Kunst schaffen. Erst mal für sich selbst.

Dieser Traum geht langsam in Erfüllung! Ich habe sehr viel Glück, das meine Familie mich versteht und auch unterstützt! Mein eigenes Studio, mit kleinem Labörchen ist im Ausbau. Direkt vor der Tür, so , dass ich beides haben kann: für meine Kinder da sein und meinen Traum leben. Was will man mehr? Ganz großen Dank an meine Lieben!

Jetzt fragt ihr euch, warum erzählt sie das?

Ganz einfach. Ich möchte meine Erfahrungen mit denjenigen teilen, die es auch so empfinden und die “Analoge Kunst” nicht verlieren wollen.  Die Möglichkeit bieten, für die die sich dafür interessieren, es zu erleben.

Vielleicht auch kleine Schulungen zu geben, wenn Interesse bestehen sollte.

Vielleicht für jemanden schöne Abzüge auf Baryt herzustellen, der es zuschätzen weiss.

Vielleicht auch eure Filmchen in Handarbeit zu entwickeln, wenn es gewünscht wird… mal sehen, was die Zukunft bringt.

 

Äußert euch, meldet euch. Ich freue mich, euch zu finden!

Warum lange suchen?….

…frag ich mich immer wieder, wenn es um die Frage geht: wo machen wir denn die Bilder? Wo gibt’s denn die beste Location? Na.. überall! Zum Beispiel, in unserem verwilderten Garten. Mit dem alten Hünnerschuppen, oder einer Gartenlaube, die mal ein Bahnhofshäuschen war-oder einfach nur die Wiese…  Mach kurz die Augen zu, benutz die Fantasie, und da kommen die tollsten Ideen! … Hauptsache, das Licht stimmt!!!

An der Stelle großen Dank an Carola!

Kinderbilder in 5 Minuten

Vor Kurzem war ich wieder mal mit meiner „Lieblingsarbeit“ beschäftigt: Produktaufnahmen, Freisteller. Und da wir Frauen Multitasking fähig sind, passte ich gleichzeitig auf meine Kinder und den Nachbarsjungen auf. So, wie die Kinder eben sind, sind sie sehr neugierig, was die Mutter da macht.. und zack, standen sie vor der Kamera. Lange braucht man mich nicht zu bitten: ich drückte paar mal auf den Auslöser. Anbei das Ergebnis. 

Fazit der Geschichte: Kinderfotos brauchen nicht viel Vorbereitung, der richtige Moment und die gute Laune zählt ;-)

 

Abschied vom Herbst….. 18 Oktober 2011

Heute, ganz in der Früh, hatte ich ein Shooting im Wettlauf mit dem Wetter. Es war geplant,  ein Shoot in den frühen Morgenstunden, mit dem Licht der aufgehenden Sonne…  Im Herbst  ist es schon ein besonderes Licht, mit eventuellem Raureif, Nebel und noch sommerlich starken Sonnenstrahlen. Leider, war es uns nicht ganz vergönnt. Wir trafen uns mit Nancy gegen 8.30 Uhr. Der Himmel war bedeckt und es sah auch nicht mehr danach aus, als sei uns das Glück noch hold. Was soll’s, dachten wir uns. Wir sind ein mal da, machen das Beste draus. Petrus hat es wohl gehört und schenkte uns ein paar kleine Wolkenlücken …. zum Abschied waren wir noch auf dem Acker,um uns bei dem „goldenen und bis dato warmen“ Herbst zu verabschieden…

Übrigens, wir waren zur dritt: Nancy, Ich, und meine Landsfrau „ KIEV“ 88, analoge Mittelformatkamera russischen Baus. An der Stelle danke an beide für den tollen Morgen!

Taufe in Hermannsburg

Am 09.10.2011 durfte ich nach sehr langer Zeit, wieder mal eine Taufe fotografieren. In Hermannsburg, in der Großen Kreuzkirche. Die Aufregung war groß, vor allem bei mir ;-)

Schaffe ich es denn, ohne Blitz, schöne Bilder festzuhalten? Früher, zur Analogzeiten, hat man einen 800 ASA Film eingelegt, Blende aufgerissen, entsprechend der Optik die Belichtungszeit angepasst, und los ging’s. Im Labor konnte man noch Einiges reissen. Filmkorn war groß, gehörte aber dazu.

In der “Digitalen Welt” hat man schnell schon mal ein Problem: kann das meine Kamera überhaupt? Hohe ASA mit wenig bis gar kein „Rauschen“? Die neuen Vollformat-Kameras sicherlich, die DX-Formate lang nicht alle… mit solchen und ähnlichen Fragen, geht eine Fotografin, vor so einem Termin ins Bett ;-)

Die Taufe war toll, Licht hat mitgespielt, die Hand war ruhig, Bilder sind scharf geworden. Und vor allem,  die Bilder sind voller Emotionen! Und an der Stelle, vergisst man schnell, welche Problemchen die Fotografin vor dem „Schlafengehen“ beschäftigten ;-)

 

Ich hoffe sehr, dass ich in der Zukunft, ein paar mehr davon einfangen darf.

An der Stelle, großer Dank an die Taufgesellschaft, die mich und meine Kamera, an dem Tag ertragen hat.